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Tag 3 - Ankommen

Tag 3 des Yin-Fastens. Wir kommen an, ist mein Eindruck. In diesem Moment, kurz vor dem 2 Treffen, bin ich rundum zufrieden mit den Entwicklungen. Doch wie ging es los….

Den Tag beginne ich mit dem Rückblick auf gestern. Gestern beim zweiten Treffen hatten wir das Interview mit Rüdiger Dahlke gesehen, was mich im Januar so inspiriert hatte, den Yin-Fasten-Entschluss zu fassen. Das war verbindend und lebendig. Und über Nacht ist der Wunsch gereift, nun auch die persönliche Note mehr mit hinein zu bringen.

Kartensets kommen mir in den Sinn, zur Inspiration. Und beim Treffen kommt es genauso, wie ich es mir gewünscht habe. Ein persönliches Gespräch über dies und jenes entsteht, was uns in diesen Tagen herausfordert. Welche Bedürfnisse gerade besonders im Raum stehen. Auch wird beim Austausch immer präsenter, wie ideal das Fasten gerade jetzt ist. Wie wertvoll, uns zu öffnen für das, was an Raum entsteht. Wo wir uns selbst wiedererkennen können, jenseits des Nebels des täglichen Hamsterrads. In dem wir uns zu viel Gutes tun, was wir eigentlich gar nicht mehr genießen, sondern einfach nur konsumieren, um leichter durchzukommen. Und dabei immer schwerer werden.

Wir lassen das alles weg. Das fordert uns heraus. Und dabei sind wir nicht allein. Sondern treffen uns zweimal am Tag. Wir machen eine ganz besondere gemeinsame Reise.

Sehr dankbar bin ich, dass wir diesen Weg in diesem kleinen Grüppchen bewusst gemeinsam gehen. Dass ich mich frei fühle, auch geschehen zu lassen, mit der Gruppe zu schwingen. Marlén und ich, wir beide finden, jede auf ihre Art, unsere Rollen.

Die Sonne scheint weiter, so wie am ersten Tag. Der lange Gang im Park wieder eine Freude. Etwas dumpf fühle ich mich, der Körper braucht noch Ruhe. Auf der Radfahrt zurück muss ich mich mehr anstrengen, um vorwärts zu kommen. Wie gut, dass ich in die Selbsterlaubnis komme. Es ist wie ankommen. Das Schreiben macht mir Freude. Und Farbe bekennen… im Augenblick klingt es wie: Ich tu mir Gutes. Weil es das beste ist, was wir zurzeit tun können. In uns selbst schauen und unsere Schönheit wiederentdecken.