· 

Von Frauen Fischen Fjorden

Da war doch dieses Buch von den deutschen Frauen, die nach dem Weltkrieg nach Island emigrierten und sich dort, von der Gastfreundschaft und der Natürlichkeit der Menschen bewegt, langfristig niederließen fiel mir wieder ein, unvergessen. Ich gab es aus der Hand und es kam nicht zurück. Gerade habe ich es im Netz gefunden: Frauen Fische Fjorde heißt es. Fast verklärt habe ich das Bild von den gemeinsamen Abenden behalten. Die Frauen trafen sich in der Stube eines Hofes, saßen dort zusammen vor dem Feuer, strickten oder nähten, und erzählten sich Geschichten. Sie kamen aus unterschiedlichsten Milieus, Kulturen und Erlebnissphären – nach dem Krieg gab es viel zu erzählen. An was sie sich wohl erinnert haben? Sie hörten einfach zu. Stellten vielleicht Fragen. Lernten sich kennen. Teilten ihr Leben. Bindungen entstanden. Die Eingewanderten wollten nicht zurück in die Heimat.