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Einseifen und einmal unter die Gießkanne? No way

Auf Gerald Hüthers Frage, was ihn ermutigt habe, vor so vielen Menschen zu sprechen, sagt Ali Malodji, dass ihn ein Rhetorikkurs hat aufwachen lassen. Er begriff, dass es so für ihn nicht funktioniert. Dass er mit Freude nur direkt aus dem Herzen sprechen könne. Mit allem, was wirklich da ist.

 

Das war das Stichwort. Eine warme Welle der Verbundenheit durchspült  mich beim Zuhören. Und Dankbarkeit - für den eigenen Serpentinenweg, der endlich nicht mehr eng und begrenzt ist, sondern weit und offen.

 

Einmal sollten wir in einer Train-The-Trainer Gruppe eine Bühne betreten und jemandem in zwei Minuten davon überzeugen, warum die GFK genau das Richtige für ihn oder sie ist. Ihn einmal blitzschnell einseifen und mit der Gießkanne abduschen.

 

Ich wurde das Gefühl der Fremdheit mit diesem Trainer nicht mehr los, erlebte weitere Befremdlichkeiten und verließ die Gruppe vorzeitig.

 

Für mich war die GFK die Befreiung vom Leistungsdruck. Jahrzehnte des Schattendaseins, immer nach außen stark und unabhängig. 

 

Als die GFK kam, durfte ich mich zeigen. Sie ist ein gigantischer Türöffner für den Wertewandel. Um echt sprechen zu lernen, mit Gefühl, auch wenn´s stolpert. 

 

Eine Sprache, In der ich mit meinem Herzklopfen „sein“ darf. In der ich in der Unsicherheit nicht versteinern oder verschwinden muss. Und das Bleiben lerne. Das verbunden bleiben. 

 

Und dann zusammenwachsen. Freundin und Vorbild sein. Einladen. Andere unterhaken. Befreiung aus dem Leistungskerker. Das Handwerkszeug ist da. Willkommen Wahrheit.

 

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